Anagrammatische Klangrotation

Die anagrammatische Klangrotation spielt im Markenrecht bei der Wortmarke ein Rolle.

Sie liegt dann vor, wenn es aufgrund einer Umstellung von Silben oder Buchstaben in einem Wort zu einer Verwechselungsgefahr mit einem anderen Wort kommen kann, welches als Marke geschützt ist, sofern der Sinngehalt der Einzelbegriffe bestehen bleibt.

Beispiel:
Zalando als geschützte Marke > Zaladno als anagrammatische Klangrotation

Bei vorliegen einer anagrammatische Klangrotation steht dem Inhaber der verwechselten und bereits geschützten Marke ein Abwehranspruch zu.

Allgemein ist die Rechtsprechung in den Fällen einer anagrammatische Klangrotation allerdings eher zurückhaltend und nimmt auch bei sehr ähnlich klingenden Wortmarken oft keine anagrammatische Klangrotation an.

Die anagrammatische Klangrotation ist ein absolutes Schutzhindernis und steht daher der Eintragung eines Wortes als Marke in das DPMA Markenregister entgegen.

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