Farbmarke

Neben Wörtern (Wortmarke) oder Bildern (Bildmarke) können auch Farben grundsätzlich als Marke in das Markenregister als Farbmarke eingetragen werden, wenn die Farbe geeignet ist Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.

Da die Farbmarke aber Unterscheidungskraft für die jeweils verknüpfte Ware oder Dienstleistung haben muss und es eine große Anzahl an Farben gibt, die in der Werbung genutzt werden, ist eine Farbmarke in der Regel nur dann gegeben, wenn auch eine Verkehrsdurchsetzung vorliegt, d.h. die Farbmarke muss dem angesprochenen Personenkreis mindestens zu 50 Prozent in Zusammenhang mit dem Produkt oder der Dienstleistung die angeboten wird, bekannt sein.

Prominente Beispiele für anerkannte Farbmarken sind das Milka-Lila, das ADAC-Gelb, das Nivea-blau oder die Farbe Magenta für die Deutsche Telekom.

Fallbeispiel zur Farbmarke „Lila“ für Schokoladenwaren:
Milka – Markenrechtsverletzungen können durch die Kunstfreiheit gerechtfertigt sein

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